Frequently asked Questions


Was ist Schießsport?
Der Schießsport in Deutschland beinhaltet alle Kurz- oder Langwaffen, die ein Geschoss durch
einen Lauf treiben oder in modernen Varianten mit Laser Treffer anzeigen und ist in mehreren
Dachverbänden organisiert. Wenn man sich über unseren Sport informiert, dann landet man
schnell bei den großen Verbänden, dem deutschen Sportschützenbund „DSB“, dem Bund
deutscher Sportschützen „BDS“ oder dem Bund der Militär- und Polizeischützen.
Wir sind mit unserem Verein AC-Precision Mitglied beim BDS. Wenn ein neues Mitglied bei uns
beitritt, dann wird er auch automatisch Mitglied beim Dachverband. Nach einer kurzen
Bearbeitungszeit von einigen Wochen erhalten neue Mitglieder des AC-Precision ihren
Mitgliedsausweis. Darin enthalten sind die laufenden Jahresmarken, sowie die Nachweise über
die Teilnahme an sportlichen Veranstaltungen.


Was mache ich als Neuling beim AC Precision e.V.?
Das erste Jahr bist Du auf den Verein zur Ausübung Deines Sports angewiesen. Nach der
Anmeldung im Verein wirst Du von uns für den Rangebooker freigeschaltet. Training ist derzeit
jeden Mittwoch und freitags alle zwei Wochen. Über den Rangebooker kannst Du die
Standauslastung zu Trainingszeiten einsehen und per Mausklick einen Trainingstermin buchen.
Unter „Training“ findest Du die anstehenden Trainingstermine, unter den „Veranstaltungen“ findest
Du andere Veranstaltungen des Vereins, zum Beispiel Termine für Sachkundeprüfungen, spezielle
Trainings oder Vereinstreffen. Unser Trainerteam wird Dir den Umgang mit Schusswaffen
beibringen und Dich dabei unterstützen die Sicherheitsregeln zu verinnerlichen.

 

Wenn Du noch keine eigene Waffe besitzt, kannst Du Dich beim Training der Vereinswaffen
bedienen. Wir haben eine Auswahl diverser Kurzwaffen im Vereinsbesitz, mit denen Du Deine
ersten Erfahrungen im Schießsport sammeln kannst. Munition für alle Waffen des Vereins kannst
Du über den Verein vor Deinem Training beziehen. Ohne eigene Waffe und/oder
Waffenbesitzkarte, darfst Du keine Munition mit nach Hause nehmen. Der Verein verwahrt
gerne die angebrochenen Packungen und Du kannst das Training beim nächsten Mal fortsetzen.

 

Wenn Du Deine eigene Waffe für den Sport besitzen möchtest, dann solltest Du während der ersten 12 Monate
mindestens 18 Trainingstermine absolvieren, die Waffensachkunde ablegen und einen
Waffentresor kaufen. Mit dem Verein kannst Du dann zusammen Deinen Weg absprechen und wir
freuen uns darauf, Dich bei Deinem Training begleiten zu dürfen.


Welche Disziplinen des BDS kann ich im AC Precision trainieren?

 

25m Kurzwaffe
Die Disziplin, mit der jedes Mitglied von Anfang an in Kontakt kommt, ist 25m Präzision für
Kurzwaffen. Der Schütze steht am Schießstand und auf 25m Entfernung steht eine Zielscheibe.
Ziel ist es so viele Punkte wie möglich zu erreichen. Der innere Ring gibt 10 Punkte. Im sportlichen
Wettkampf werden 20 Schuss abgegeben und die Punkte am Ende addiert. Es können
theoretisch 200 Punkte erreicht werden. Darüber hinaus gibt es noch die Disziplinen Speed und
Fallscheibe. Bei Speed zählt die Geschwindigkeit von 5 abgegebenen Schüssen und bei
Fallscheibe müssen mit 8 Schüssen 5 Fallscheiben fallen. Auch bei der Disziplin Fallscheibe zählt
die Geschwindigkeit.

 

100m Langwaffe
Was die 25m Präzision für die Kurzwaffen ist, das ist 100m Präzision für Langwaffen. Hier wird mit
einem Repetier- oder Selbstladegewehr oder auf eine Zielscheibe in 100m Entfernung
geschossen. Im Wettkampf werden auch hier werden die Punkte am Ende addiert. Wenn 100m
nicht reichen, kann auf einigen Schießständen auch bis 300m geschossen werden. Neu im
Programm des BDS sind auch 50m Langwaffe und 25m Büchse, die mit Karabinern im
Pistolenkaliber geschossen werden können.

 

WICHTIG: wer sich für das Langwaffentraining interessiert, für den setzen wir erst einmal eine Gewöhnung an den Umgang mit Schusswaffen voraus. Das Training mit Langwaffen setzt einen geübten Umgang mit dem Abzug einer Waffe voraus, um den Treffer auf eine Scheibe in 100 Metern Entfernung zu setzen. Wer noch ungeübt oder schreckhaft auf den Schuss reagiert, könnte den Schuss verreißen und er landet in der Standanlage. Die Kosten für die vom Schützen verursachten Schäden muss jeder selbst tragen. Hier gilt: der Schütze haftet für jeden vom ihm abgegebenen Schuss!

 

Mehrdistanz
Hierbei handelt es sich um eine dynamische Disziplin. Der Schütze steht hier nicht fest an einem
Punkt, sondern nimmt bei einem Durchlauf verschiedene Schießpositionen ein und beschießt
Zielscheiben auf verschiedenen Distanzen. Benötigt zur Ausübung wird ein Holster und
idealerweise auch mehrere Magazine mit Magazinhaltern am Gürtel. Am Ende zählen hier die
Geschwindigkeit mit der der Kurs abgeschlossen wird und die Genauigkeit der Treffer.

 

IPSC
Der Schütze durchläuft hier einen Parcours mit mehreren Stationen. An diesen Stationen sind in
unterschiedlicher Distanz Ziele aufgebaut, die beschossen werden müssen. In welcher
Reihenfolge der Schütze die Ziele beschießt, bleibt ihm selbst überlassen. Der Schütze muss hier
eine Balance finden zwischen Geschwindigkeit und Genauigkeit. Bei dieser Disziplin ist ein sog.
„Rig“ Pflicht, bestehend aus einem Gürtel, einem Holster und Magazintaschen. Da mit geladenen
Waffen gelaufen wird und Waffen auch geladen geholstert werden, ist ein extra Sicherheitskurs
mit Prüfung nötig, um in diese Disziplin einzusteigen. Dieser wird derzeit im Verein nicht
angeboten, es finden jedoch oft in der Nähe Kurse statt, um die SuRT (Sicherheits- und Regeltest
des IPSC) Prüfung abzulegen. Sollte zukünftig ein SuRT vom AC Precision e.V. angeboten
werden, so wird er im Rangebooker angekündigt und buchbar sein.

 

WICHTIG: das Training des IPSC setzt einen geübten Umgang des Schützen mit seiner Waffe voraus. Die Sicherheitsregeln müssen sicher sitzen, so dass man sich auf die Disziplin konzentrieren kann. Denn nur so ist das Training sicher und es geschehen keine bösen Überraschungen, wenn man sich plötzlich nicht mehr auf einem klar definierten Schießstand mit einem ebenso klar definiertem Kugelfang befindet.


Welche Kosten kommen auf mich zu?

Leider ist der Schießsport nicht preiswert und entstehen einige Kostenpunkte, die über den Vereinsbeitrag hinausgehen und erstmal so nicht ersichtlich sind. Bei Vereinswaffen, Gehör- und Augenschutz ist die Nutzung mit dem Vereinsbeitrag inklusive. Es bleiben allerdings noch Standgebühren und Munitionskosten beim Schützen hängen. Wieviel Ihr dafür ausgeben möchtet, liegt ganz bei Euch: wie oft geht Ihr trainieren? Wieviele Schüsse macht ihr beim Training?

Eine Trainingseinheit von 30min kostet ab 25€ bis 50€, je nachdem welches Kaliber Ihr schießen möchtet und wieviel Ihr verschießt. Manche Schützen verschießen innerhalb eines Trainings 30 Schuss, andere verschießen 100 Patronen. Manch einer bucht auch direkt 2 Slots, wenn man vor Wettkämpfen intensiv trainieren möchte. Diese Faktoren beeinflussen natürlich nochmal die Gesamtkosten. Der Durchschnitt trainiert einmal wöchentlich für 30min. Am Ende können monatliche Gesamtkosten von 150-250€ entstehen und man sollte sich langfristig darüber bewusst sein. Der Studentenrabatt auf den Vereinsbeitrag hat hier nämlich nur einen kleinen Anteil Ersparnis und ändert wenig an den Gesamtkosten des Sports.

 

Wenn Dich dann der Weg zu einer eigenen Waffe führen soll, dann ist hier aber noch nicht Schluss. Dazu kommen dann weiterhin etwa 250-300€ für die Waffensachkundeprüfung. Ein Tresor, je nach Ausführung und Größe, liegt zwischen 800-1200€. Die WBK als Dokument kostet nochmal ca. 100€. Insgesamt ist mit jedem Behördenakt auch eine Gebühr erforderlich, auch wenn man später weitere Waffen und WBKs beantragt.

 

Alles inklusive wird der Weg zur ersten eigenen Waffe ca. 2500-3000€ im ersten Jahr kosten. Und da ist der Preis für die erste Pistole noch nicht mit eingerechnet. Grundsätzlich kann man mit einer Glock oder einer Walther den Schießsport betreiben, da werden je nach Modell 600-800€ fällig. Aber eine richtige Sportpistole kommt Euch mit Gewicht und Abzugseigenschaften sportlich entgegen, aber da werden auch eher 1500-2000€ über die Ladentheke gehen. Da eure Waffen an die Ausübung eures Sports gekoppelt sind, sind danach regelmäßige Trainings erforderlich, um das Bedürfnis zu behalten. Besitzt ihr mehr als die Waffen im Überkontingent von 2 Kurzwaffen und 3 Langwaffen, werden auch Nachweise über Teilnahme an sportlichen Veranstaltungen notwendig, was auch wieder Kosten generiert.

 

Nein, das ist kein Versuch Euch den Schießsport doch auszureden, denn man bekommt einen Sport mit einer Menge Spaß und vielen netten Gesichtern auf regelmäßiger Basis. Trotzdem sind das Kosten, die einige Mitglieder in der Vergangenheit nicht ganz auf dem Schirm hatten und dann nach wenigen Monaten abbrechen mussten, weil die regelmäßigen Kosten zuviel Raum im Monatsbudget einnehmen.


Wie funktioniert Waffenbesitz in Deutschland?
Grundsätzlich unterliegt der Waffenbesitz in Deutschland einem Bedürfnissystem. Nur diejenigen,
die ein anerkanntes Bedürfnis haben, die nicht zugehörig sind zu verbotenen oder unter
Beobachtung des Verfassungsschutzes stehenden Organisationen und die ein einwandfreien
gesetzlichen Leumund haben, kommen für den Erwerb einer Schusswaffe in Frage.
Was bedeutet das für das Vereinsmitglied? Es muss eine 12-monatige Mitgliedschaft in einem
Schießsportverein vorweisen und während dieser Zeit mindestens 12 mal regelmäßig oder 18
Male unregelmäßig am Training teilgenommen haben. Wenn der Verein dann die sportliche
Teilnahme, die Einhaltung der Sicherheitsregeln sowie eine sportliches Interesse erkennt, kann
eine Waffenbesitzkarte gegenüber dem Verband befürwortet werden. Darüber hinaus muss das
Mitglied einen Nachweis über das erfolgreiche Bestehen eines Sachkundeprüfung vorweisen
können, sowie den Erwerb eines sicheren Aufbewahrungsorts (genauer gesagt entweder einen
Waffenschrank, der auch Platz für Langwaffen bietet oder zumindest einen Tresor für Pistolen). Mit
allen Nachweisen stellt das Mitglied dann einen Antrag bei der Waffenbehörde in seinem
Kreisgebiet. Wenn dann die Überprüfungen durch den Verfassungsschutz und die
Sicherheitsbehörden ohne Einträge durchlaufen, dann wird eine Waffenbesitzkarte ausgestellt.

 

Wir als Verein sehen uns nicht als die Beschaffungsinstitution für Schusswaffen und wir werden
keinen Waffenbesitz außer der Nutzung für sportliche Zwecke unterstützen. Bekommt wir den
Eindruck von einem Mitglied, dass er oder sie nicht rein sportliche Zwecke verfolgen, behalten wir
uns den Ausschluss vom Verein vor.


Welche Waffenbesitzkarten (kurz „WBK“) gibt es?
Die grüne WBK beinhaltet alle halbautomatischen Schusswaffen. Alle modernen,
halbautomatischen Pistolen und Gewehre werden auf diese WBK eingetragen. Ebenso werden
Vorderschaftrepetierflinten auf die grüne WBK eingetragen. Der Erwerb von Schusswaffen beginnt
hier mit dem sog. „Voreintrag“. Hier wird erst nur die Art der Waffe und das Kaliber eingetragen.
Dieser Voreintrag ist die Erwerbserlaubnis, die ein Waffenhändler benötigt, um dem Antragsteller
eine halbautomatische Schusswaffe auszuhändigen. Mit der Schusswaffe wird üblicherweise vom
Händler ein Waffenbrief ausgehändigt. Mit den Daten darauf kann die „Erwerbsanzeige“ für eine
Waffe ausgefüllt werden und die Waffenbehörde vervollständigt den Eintrag auf der WBK um die
Marke, das Modell und die Seriennummer. Der Besitzer hat nun 2 Wochen Zeit um den Erwerb der
Waffe -also ab dem Zeitpunkt, wo ihm die Waffe ausgehändigt wurde- bei seiner lokalen
Waffenbehörde anzuzeigen. Wichtig ist hier auch der Stempel des Munitionserwerbs, damit der
Schütze auch im Fachhandel die passende Munition kaufen darf.

 

Die gelbe WBK ist für Sportschützen. Hier werden alle Repetierwaffen, Vorderlader oder
Perkussionswaffen eingetragen. Der Erwerb hier ist etwas einfacher, es entfallen die Voreinträge
und die Bedürfnisprüfung hierfür. Der Schütze kauft die Waffe im Fachhandel und binnen zwei
Wochen muss der Erwerb bei der Waffenbehörde angezeigt werden. Dann wird der Eintrag in der
gelben WBK vorgenommen.

 

Die rote WBK ist für Sammler. Hier muss vorher ein neues, einzigartiges Sammelgebiet bei der
Waffenbehörde angegeben und genehmigt werden.


Wie wähle ich meine erste Pistole oder erstes Gewehr aus?
Wenn man sich für eine Pistole entscheidet, sollte man einige Kriterien beachten. Liegt mir der
Griff der Waffe? Liegt mir die Visierung? Habe ich die richtige Waffe für meine Disziplin? Liegt mir
der Abzug?

 

Pistolen teilen sich grob auf in Dienstpistolen und Sportpistolen. Dienstpistolen sind verlässlich,
führig und meistens kürzer als Pistolen, die extra für den Präzisionssport gefertigt werden. Die
Einzelteile sind jedoch nicht passgenau gefertigt und dadurch ist die Waffe nicht so genau wie ein
Sportmodell. Vielen Schießsportinteressierten ist z.B. der Name Glock geläufig, jedoch ist es
schwieriger mit einem solchen Modell auf 25m Entfernung die Mitte der Zielscheibe zu treffen.
Eine Sportpistole mit einem 5“ oder 6“ Lauf, einem optimierten Abzugsgewicht und
Magazintrichter eignet sich besser für den Sport, jedoch sind sie nicht so führig.

 

In Deutschland ist der Erwerb einer Schusswaffe immer mit einem finanziellen und einem
Verwaltungsaufwand verbunden. Und wenn sie erst auf der WBK eingetragen ist, braucht es
natürlich auch einen Verwaltungsaufwand, um sie wieder von der WBK auszutragen. Daher
empfehlen wir während der ersten 12 Monate das ausgiebige Testen von allen möglichen Pistolen,
Revolvern, und Gewehren, damit man herausfinden kann, welche Modelle und Waffenarten einem
persönlich am besten liegen. Unser Verein bietet eine Reihe von benutzbaren Vereinswaffen, die
einen ersten Eindruck vermitteln sollen. Außerdem kann man andere Mitglieder nach ihren Waffen
befragen und ggf. auch um ein paar Probeschüsse bitten, um ein Gefühl für eine Waffe zu
bekommen.


Wie melde ich mich für Vereinsmeisterschaft oder Pokalschießen an?

Für eine Teilnahme an einer Meisterschaft oder einem Pokalschießen im eigenen oder als Gast bei einem anderen Verein, meldet man sich im Meisterschaftsportal des BDS an. Dazu braucht man seine Vereinsnummer aus dem BDS Ausweis. Zuerst muss man den Landesverband des BDS nach Bundesland angeben. Wir befinden uns im LV4. Danach sucht man den Verein aus der Liste der registrierten Vereine heraus. Die ersten vier Ziffern der Mitgliedsnummer ist die Vereinsnummer, die letzten vier sind die Mitgliedsnummer des BDS. Danach gibt man in der Maske seine Personalien und Kontaktdaten, sowie die vollständige Mitgliedsnummer aus dem BDS Ausweis an. Man erhält dann seinen Login und sein Passwort.

 

Wenn man sich einloggt, landet man auf der Liste aller registrierten Wettkämpfe. Ich empfehle die Suchfunktion: gibt man AC-Precision ein, findet man sofort unsere sportlichen Veranstaltungen. Wählt man nun unsere aktuelle Sportveranstaltung aus, muss man sich für eine Disziplin entscheiden, in der man antreten möchte. Sucht euch die Kennziffern aus der Seite des BDS aus oder anhand der Disziplin, in der Ihr Eure Pistole beim BDS beantragt habt. Wenn der Start feststeht, kann man sich eine Standzeit aussuchen, wann der Teilnehmende die Disziplin schießen möchte. Es ist ratsam sich früh anzumelden, wenn man viel Auswahl der Termine möchte.